Schlafen auf Rädern #2

von Nora

Wer meinen Blog schon etwas länger verfolgt, kennt mein Bett auf Rollen bereits. Das Bett ist nun schon vier Jahre alt und ich habe es damals mit meinem Daddy gemeinsam entworfen und gebaut. Das Grundprinzip ist ganz einfach: Ein Bettkasten aus vier Brettern, zwei lange Winkel für den Lattenrost und 4 Rollen auf denen das Bett steht. Jetzt habe ich meinem immer noch geliebten Bett ein Kopfteil verpasst.

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Um der Frage, ob das Bett denn nicht wegrollt, vorweg zugreifen: Die Rollen haben Bremsen und man merkt sie daher gar nicht 😉  Nun zum Kopfteil – so wie eigentlich alle meine Projekte ist es auch wieder super simpel. Alles was ihr braucht ist eine Platte in der Größe, die das Kopfteil nachher haben soll (bei mir 160 x 150 cm, 1,3 cm dick, Birke).  Für die Wandbefestigung habe ich zwei 3 Meter lange Balken (9,5 cm x 9,5 cm stark) ausgesucht, die ich mir im Baumarkt auf drei mal 95 cm und zwei mal 105 Meter zuschneiden lassen habe. Aus dem gleichen Material wie die Platte habe ich noch zwei Bretter als versteckte Ablagen zuschneiden lassen (19 x 9,5 cm). Achtet darauf, dass die Bretter für die Ablage genauso breit wie die Balken stark sind, da die Stärke der Balken den Abstand zwischen Platte und Wand bestimmt.

Dazu braucht ihr noch eine Behandlung für das Holz. Bei mir ist es weiße Holzbeize geworden, passend zum Bettkasten. Wenn ihr noch eine indirekte Beleuchtung dazu basteln möchtet, benötigt ihr noch 4 m flexibles LED-Band. Eine Einkaufsliste findet ihr am Ende des Beitrags.

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Aus den Balken schraubt ihr mit Winkeln die Wandbefestigung zusammen (siehe Bild), das ist schnell gemacht. Diese schraubt ihr auch wiederum mit Winkeln an die Wand. Ihr solltet bei der Aufhängung darauf achten, dass die Wandbefestigung so angebracht ist, dass sie verhindert, dass sich das Brett nachher durchbiegen kann. Bei mir geht sie beispielsweise noch ein wenig tiefer als der Bettkasten beginnt, sodass der Bettkasten nicht die Platte zur Wand drücken kann.

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Danach schleift ihr die Holzplatte und beizt sie. Das trocknet recht schnell, sodass ihr sie bald umdrehen könnt und falls ihr euch für die indirekte Beleuchtung entschieden habt, das LED-Band mit dem selbstklebenden Streifen auf das Holz anbringen könnt. Ich habe es mit etwa 2 cm Abstand zur Kante um die drei sichtbaren Kanten herum geklebt. Danach schraubt ihr die versteckte Ablage mit Winkeln an die Platte. Bei mir ist es etwa die Höhe des Bettkastens geworden. Ich habe die Ablage so bemessen, das ein Wasserglas plus Handy oder 2-3 Bücher plus Handy darauf Platz finden. Außerdem passt mit den Maßen das Ladekabel zwischen Wandbefestigung und Rückseite der Ablage hindurch.

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Nun kommt die Kür: Die Platte an die Wandbefestigung anbringen. Ich habe zuerst den Abstand für die Winkel zur Befestigung am oberen Ende der Wandbefestigung ausgemessen (etwa 19 cm) und sie an die Platte geschraubt. Mit Hilfe der Winkel, habe ich die Platte auf die Wandbefestigung gelegt und somit die Stelle für die Winkel zur Befestigung am unteren Ende der Wandbefestigung festgestellt. Dann habe ich die unteren Winkel auch an die Platte geschraubt, sodass ich danach von oben und unten die Platte and die Wandbefestigung schrauben konnte. Das Anbringen der unteren Winkel an die Wandbefestigungen war ein wenig fummelig, da nur wenig Platz zwischen Fußboden und Platte und ebenso Platte und Wand war – hat aber mit etwas Geduld alles geklappt!

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Jetzt nur noch den Stecker der LEDs in die Steckdose, Bettkasten dank der Rollen easy peasy an das Kopfteil rollen, Bremsen fixieren und fertig!

Einkaufsliste:

  • 3 x 2 m Balken (9,5 x 9,5 cm stark), geschnitten auf 2 x 105 cm, 3 x 95 cm
  • 160 x 150 cm Holzzuschnitt Birke (1,3 cm stark)
  • 19 x 9,5 cm Holzzuschnitt Birke (1,3 cm stark) für die versteckte Ablage
  • 4 Winkel für Wandbefestigung an der Wand
  • 6 Winkel für Wandbefestigung
  • 4 Winkel für die Befestigung der Platte
  • 2 Winkel für die Befestigung der Nachttischbretter
  • 4,5 m flexibles LED-Bank (ich habe eins mit verschiedenen Farbe und Dimmer genommen, da ich den Weißtönen immer nicht traue)
  • Holzbehandlung (z.B. Beize)
  • Schrauben & Dübel

 

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