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Tag: Projekt

Kuschliges Zopfmuster

by Nora

Diese wunderbar kuschlige und selbst gestrickte Decke mit Zopfmuster ist ein DIY Projekt mit dem ich eigentlich schon in Kopenhagen geliebäugelt habe und nun ist sie nach 2,5 Jahren endlich fertig geworden. Natürlich habe ich nicht konstant 2,5 Jahre daran gestrickt, sondern zwischen drin etwas anderes angefangen oder hatte keine Lust auf Stricken. Die Wolle habe ich zum Teil sogar noch in Kopenhagen gekauft und so ist die Decke auch eine kleine Erinnerung an die tolle Zeit.

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Zwar wird es jetzt auch endlich warm in Berlin, worüber ich unglaublich happy bin, aber trotzdem sind die Abende doch noch recht frisch. Umso mehr freue ich mich dann, wenn ich auch die letzten Stunden, eingekuschelt in die Decke, noch auf dem Balkon verbringen kann!

Bevor ich euch erzähle, wie ihr selbst so eine Decke stricken könnt, hier noch ein paar weitere Strickprojekte von mir: ein cropped Pulli mit Atzeken Muster (sehr schön mit Mom Jeans oder High Waist Shorts) und ein oversized Kuschelpulli.

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Ich habe meine Decke (120cm x 145cm) mit zwei langen Rundstricknadeln der Größe 6 und etwa 20 Knäulen Wolle gestrickt. Die eine Hälfte mit einer beigen Wolle von ONline (Linie 311, ASPARO, Farbe 002) 50% Polyacryl, 25% Alpaka, 25% Wolle, 75m auf 50g. Die andere Hälfte mit einer Wolle von Aldi „Winter Sun“ (Farbe 201) 60% Polyamid, 40% Schurwolle, 50m auf 50g zusammen mit DROPS Fabel Mouline (Farbe 800), 75% Wolle, 25% Polyamid, 205m auf 50g.

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Die Decke wird in drei Teilen gestrickt: linke Hälfte, rechte Hälfte und Zopf für die Mitte. Die Hälften haben ein Maß von 135cm auf 120cm, wobei die ersten 3 Reihen und die Ränder, jeweils drei Maschen, rechts und links abwechselnd und der Rest glatt rechts gestrickt wird. So umrahmt ein 3M großer Rand die Deckenhälften und die Decke kräuselt sich nicht zusammen. Für die ein Hälfte habe ich die ONline Wolle genommen und für die andere habe ich die Aldi und Drops Wolle zusammen gestrickt, um mehr Struktur hineinzubekommen.

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Der Zopf in der Mitte wird zur Hälfte in der einen Farbe und zur andern mit den anderen beiden Wollen gestrickt. Ihr nehmt 9 M von beiden Hälften auf die Nadel, verkettet sie in der Mitte und strickt die ersten drei Reihen rechts, links abwechselnd, um den gleichen Rahmen wie bei den großen Teilen zu erreichen. Dann strickt ihr 15 Reihen, wobei in der Mitte immer darauf geachtet wird, die Fäden zu kreuzen und damit zu verketten, und nehmt die eine Hälfte ab, legt sie über die andere und strickt damit das Zopfmuster. Das wiederholt ihr alle 15 Reihen, bis ihr auf die Gesamtlänge von 120cm gekommen seid. Auch hier werden die letzten drei Reihen wieder rechts links gestrickt für den Rand.

Jetzt müssen die drei Teile noch zusammen genäht und, das Lästigste wie ich finde, alle Enden der Wollreste vernäht werden. Diese Decke lässt sich wunderbar beim Fernsehen oder Filmschauen stricken, weil die meiste Zeit glatt rechts gestrickt wird. Eine perfekte Beschäftigung für Leute wie mich, die nicht still dasitzen können beim auf der Couch chillen 😉

So und jetzt mach ich es mir auf dem Balkon gemütlich und genieße die letzten Sonnenstrahlen! Nur drei Tage arbeiten und es ist schon wieder Wochenende – juhu!

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auf Wolken gehen

by Nora

Ich war dieses Wochenende mal wieder in Leipzig und von dem wunderschönen Wetter inspiriert, habe ich heute ein Wattewölkchen-DIY zu präsentieren. Ihr müsst nämlich wissen: In Leipzig scheint immer die Sonne! Wenn aber doch mal ein paar Tröpfchen fallen, könnt ihr mit dieser hübschen und selbstgemachten Wolken-Fußmatte den Dreck vor der Tür lassen.

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Ihr braucht: Eine einfache Fußmatte vom Baumarkt, weiße Farbe, Pinsel und ein Teppichmesser. Zuerst dreht ihr die Fußmatte um und malt den Umriss der Wolke auf die Rückseite. Dann schneidet ihr den Umriss mit dem Teppichmesser aus.

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Dann dreht ihr die Matte wieder um und malt den Rand mit der Farbe nach.

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Und schon habt ihr eine neue Fußmatte und der Frühling mit all seinen Wetterumschwüngen kann kommen, wir sind gewappnet!

Ich wünsch euch noch einen wunderbar sonnigen Sonntag!

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ein Monsterprojekt

by Nora

Heute mal kein easy-peasy schnelles DIY, sondern ein Projekt an dem ich schon einige Tage bastle. Und zwar habe ich einen Rucksack selber genäht. Und es war unmöglich eine gute Anleitung im Internet zu finden, deswegen möchte ich euch jetzt eine zum selber nähen geben!

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Den gemusterten Stoff gab es bei Ikea und den blauen hatte ich noch Zuhause. Ich habe beim Kauf darauf geachtet, dass der Stoff etwas fester ist als normaler Baumwollstoff, damit er auch etwas Belastung aushält. Ich habe 2mx1,50m gekauft und das reicht dicke! So ich versuche euch das jetzt erklären, wenn etwas unklar ist, sagt Bescheid, denn ich bin wirklich kein Nähprofi 😉

Alle Angaben sind OHNE Angaben zum Umnähen. Also rechnet immer noch 1-2cm zum Umnähen drauf. Ich finde die Nähte macht jeder unterschiedlich, deswegen habe ich die nicht angegeben.

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Für den Rucksack braucht ihr für Innen und Außen jeweils 1mx65cm (Ohne Umnähnaht) Stoff. Ich habe ihn doppelt genommen, sodass ich mir das zusammennähen spare. Dann habe ich vorne eine Tasche angenäht mit den Maßen 15cmx20cm und die auf die Vorderseite 16cm vom rechten Rand und 3cm vom unteren Rand angenäht.

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Eine zweite Tasche für Innen habe ich mit den Maßen 27cmx15cm auf die Rückseite des Stoffs genäht. Hier nehmt ihr 29cm Abstand nach links und 16cm nach oben. Danach näht ihr den Tunnelzug für die Kordel. Dafür klappt ihr 7cm vom oberen Rand um und näht ihn fest.

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Nun näht ihr die Henkel. Die sind etwas tricky 😉 Ihr braucht zweimal Stoff mit den Maßen 85cmx13cm. Ich habe die Henkel noch etwas gepolstert mit einem alten T-Shirt. Das schneidet ihr auf die elben Maße zu (Ich habe jedoch an den Enden 10cm abgezogen, damit beim Annähen der Henkel nicht zu viel Stoff der Nadel Probleme bereitet). Dann legt ihr die Polsterung auf den Henkelstoff und faltet beides gemeinsam der Länge nach in der Mitte, sodass die schöne Seite des Henkelstoffs innen liegt. Jetzt näht ihr die Stoffe an der Seite zusammen und stülpt sie danach auf links, sodass die schöne Seite des Stoffs wieder außen ist.

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Ich habe dann noch einmal mittig eine Naht gesetzt, damit die Polsterung sich nicht innerhalb des Henkels verschiebt. Jetzt kommt das wirklich schwierige: Das annähen der Henkel. Der Rechte ist noch recht einfach also fangen wir damit an. Ihr näht das obere Ende des Henkels 9cm unterhalb der Oberkante des Tunnelzugs (also die Oberkante des Rucksacks) und 12cm von der linken Stoffkante an. Ihr näht 12cm des Henkels an den Rücken des Rucksacks. Das untere Ende näht ihr 17,5cm von der linken Kante und 2cm von der unteren Kante an. Ich habe den Henkel so angenäht, dass ich 66cm Henkel (ohne die angenähten Enden) überbehalte. Der linke Henkel ist jetzt eine kleine Herausforderung. Ihr näht das obere Ende wieder 9cm von der oberen Kante und diesmal nur 1cm von der linken Kante an. Das untere Ende näht ihr jetzt auf das andere Ende des Stoffs, also 1cm von der rechten Kante.

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Jetzt mal was einfaches: der Boden. Er hat die Maße 20cmx30cm und hier nehmt ihr den Stoff wieder doppelt. Näht ihn wieder auf links, also mit der schönen Seite nach innen, aufeinander. Lasst ein Loch um ihn dann wieder auf die richtige Seite drehen zu können.

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Wenn ihr den Boden auf die richtige Seite gedreht habt, näht ihr ihn an den Rucksack an. Dazu legt ihr den Rucksack mit der Innenseite nach oben und den Boden unten dran. Jetzt nehm ihr die Unterkante des Rucksacks und näht ihn an die obere Kante des Bodens an.

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Nun näht ihr die Seiten des Rucksacks aneinander. Dafür ist der Rucksack immer noch auf links gedreht, also mit der Innenseite nach außen. 5

Die Sache ist etwas schwierig, weil man so nah an den Henkeln vorbei nähte, also gut aufpassen! Und lasst ein Loch um die Kordel einfädeln zu können.

Jetzt fehlt nur noch der Deckel. Ihr schneidet den Stoff zu wie ihr es auf meiner Zeichnung hoffentlich erkennen könnt zu und näht ihn auf links zusammen. Lass wieder ein Loch zum Umkrempeln.

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Jetzt näht ihr die Ecken, wie ich es hier anzeige. zusammen. Dafür klappt ihr die Ecken nach Innen und näht an der inneren Kante entlang.

 

 

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Jetzt näht ihr den Deckel oberhalb der Henkel an den Rucksack.

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Ich habe bei dem ganzen Projekt 7 Nadeln verbogen und zerbrochen, aber lasst euch nicht entmutigen! Auch ein Anfänger, wie ich hat es geschafft 😉 Und so sieht das fertige Projekt aus:

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Und er hat sich schon im Alltag bewiesen: Laptop, Bücher und einen Einkauf konnte er ohne Probleme tragen 🙂 Ich bin super happy!

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